Telefonanschluss kündigen

April 10, 2017 12:15 pm

So kündigen Sie Ihren Telefonanschluss!

Telefonanbieter gibt es mittlerweile viele auf dem Markt: Telekom, Vodafone, O2, 1&1… um nur einige von ihnen zu nennen. Oft bezahlt man heutzutage mehr, wenn man nur Telefonieren möchte und keinen Internetanschluss gewünscht ist. Wenn Sie diesen Beitrag lesen ist es wahrscheinlich, dass Sie Ihren Telefonanschluss kündigen möchten, warum auch immer. Wir haben bereits einige Artikel zu dem Thema „Telefonanbieter“ auf unserem Blog und unserer Website veröffentlicht. Dort finden Sie allgemeine Informationen sowie detaillierte Kündigungsbeschreibungen für einzelne Anbieter. Dieser Post ist ein wenig allgemeiner und es ist empfehlenswert vor einer Kündigung noch einen Blick in Ihre Vertragsunterlagen zu werfen, um den Überblick über Fristen und Vorschriften zu bekommen.

Wann kann ich meinen Festnetzanschluss kündigen?

Die meisten Festnetzverträge haben eine vertraglich festgelegte Mindestlaufzeit, in der Sie Ihren Vertrag in der Regel nicht kündigen können. Innerhalb dieser Laufzeit ist nur eine außerordentliche Kündigung wirksam, dazu aber später mehr. Das Kündigungsschreiben können Sie jederzeit abschicken, auch wenn die Mindestlaufzeit noch nicht vorüber ist, Ihr Vertrag läuft dann allerdings bis zum Ende weiter und Sie müssen auch weiterhin die Gebühren zahlen.

Kündigen Sie Ihren Vertrag nicht vor Ablauf der Mindestlaufzeit, verlängert er sich automatisch (meist um ein weiteres Jahr, vor dessen Ende Sie ebenfalls nicht kündigen können). Deswegen sollten Sie Ihre Fristen und Laufzeiten immer gut im Blick haben, damit Sie diese nicht verpassen. vbox kann Ihnen dabei helfen!

Wie lang ist meine Kündigungsfrist?

Das kann man pauschal nur schwer sagen. Die meisten Telekommunikationsunternehmen bieten ihren Kunden jedoch häufig Verträge mit 12 oder 24 Monaten Laufzeit und einer Kündigungsfrist von drei Monaten an. Bei manchen Anbietern beträgt diese Frist auch nur einen Monat. Solltest Sie sich unsicher sein wie die genauen Fristen Ihres Anbieters aussehen, können Sie entweder unter den oben genannten Links, beim jeweiligen Kundenservice oder in Ihren Vertragsunterlagen Hilfe finden.

Auf jeden Fall muss Ihr Kündigungsschreiben den Anbieter VOR Ablauf dieser Frist erreichen, damit Ihre Kündigung wirksam ist.

Soll ich die Kündigung per Post schicken, oder reicht eine Email?

Über dieses Thema haben wir auf dem Blog schon viel gesprochen- generell ist eine Kündigung per Einschreiben, also per Post, die sicherere Alternative. Seit Oktober 2016 ist es allerdings möglich, einen über das Internet abgeschlossenen Vertrag auch per Email zu kündigen. Ob diese Regelung für Sie gilt können Sie in Ihren Vertragsunterlagen nachlesen.

In der Regel werden die meisten Telefonverträge jedoch noch im Laden abgeschlossen, und in diesem Fall reicht eine Kündigung über das Internet oft nicht. Die Kündigungsadressen der größten Anbieter findest Sie unter den oben genannten Links oder mit einer kurzen Google-Suche.

Wenn der Vertrag nach einer schriftlichen Kündigung verlangt, können Sie auch das Schreiben bei vbox herunterladen und unterschrieben per Fax an Ihren Anbieter senden.

Was muss ich sonst noch beachten, wenn ich meinen Festnetzanschluss kündige?

Es gibt bestimmte Dinge, die in einer Kündigung nicht fehlen dürfen. Das gilt dementsprechend natürlich auch für das Kündigungsschreiben, welches Sie an Ihren Telefonanbieter senden. Darin sollten auf jeden Fall enthalten sein:

  • Ihr vollständiger Name
  • Ihre Adresse
  • Ihre Kundennummer/Telefonnummer
  • Den Termin, zu dem Sie den Vertrag beenden möchten

Außerdem sollten Sie um eine schriftliche Bestätigung Ihrer Kündigung bitten, so können Sie sichergehen dass alles gut geklappt hat und das Schreiben pünktlich bei Ihrem Vertragspartner eingegangen ist.

Wahrscheinlich haben Sie sich schon vor der Kündigung um einen neuen Anbieter bemüht, in manchen Fällen übernimmt der neue Anbieter sogar die Kündigung des alten Vertrags- einfach mal nachfragen! Auf jeden Fall sollten Sie den neuen Vertrag früh genug abschließen, denn sonst kann es zu unangenehmen Wartezeiten ohne Telefonanschluss zwischen den Verträgen kommen.

Wenn Sie Ihre Rufnummer behalten möchten muss meist ein separater Antrag gestellt werden.

Wenn Sie Hardware von Ihrem alten Provider besitzen (ein Modem, ein Telefon), müssen Sie diese normalerweise nach der Kündigung zurückschicken. Das Porto dafür müssen Sie in der Regel selbst tragen. Wenn der Vertrag allerdings schon lange besteht kann es gut möglich sein, dass Sie die Sachen behalten dürfen weil bereits neuere Technik auf dem Markt ist. Schauen Sie dazu in Ihre Unterlagen oder fragen Sie beim Kundenservice nach!

Sonderkündigungsrecht- was ist das, trifft es auf mich zu?

Wenn Sie Ihren Vertrag vor der festgelegten Kündigungsfrist oder dem Ablauf der Mindestlaufzeit kündigen möchten, können Sie das leider nicht einfach so. Allerdings gibt es das Sonderkündigungsrecht- damit Sie davon Gebrauch machen können müssen allerdings bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden.

Solltest Sie Ihren Vertrag kündigen, weil Sie in eine andere Wohnung oder ein anderes Haus ziehen, können Sie ihn eventuell vorzeitig beenden. Das geht allerdings nur, wenn Ihr bisheriger Anbieter an Ihrem neuen Wohnort nicht mehr zur Verfügung steht und Sie also nicht einfach den Standort Ihres Empfangs wechseln können. Ob Ihr aktueller Anbieter Sie auch in der neuen Wohnung versorgen kann, können Sie online checken, in dem Sie auf der Website Ihre neue Postleitzahl eingeben. Können Sie von dem Sonderkündigungsrecht beim Umzug Gebrauch machen, muss eine Meldebescheinigung Ihres neuen Wohnsitzes dem Kündigungsschreiben beiliegen.

Ein weniger erfreulicher Fall in dem das Sonderkündigungsrecht greift ist ein Todesfall. Wenn ein Angehöriger verstorben ist und der Telefonanschluss nun nicht mehr benötigt wird, können Sie ihn vorzeitig und ohne auf die Fristen zu achten kündigen. Allerdings müssen in diesem Fall eine Kopie der Sterbeurkunde, ein Erbnachweis und die Kundennummer des Verstorbenen der Kündigung beigelegt werden.

Wir hoffen sehr, dass Ihnen dieser Artikel weitergeholfen hat. Wie immer gilt: sollten Sie noch offene Fragen haben, können Sie sich gerne an uns wenden. 

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