Schufa-Klausel

Juni 7, 2017 1:42 pm

Die SCHUFA-Klausel: das sollten Sie wissen!

Manchmal, wenn Sie einen Vertrag abschließen, zum Beispiel, wenn Sie sich ein neues Handy auf Raten kaufen oder ein Auto leasen, beinhaltet dieser Vertrag die sogenannte „SCHUFA-Klausel“. Aber worum handelt es sich dabei, und was sollten Sie auf jeden Fall wissen? In diesem Blogbeitrag erklärt Ihnen das Team von vbox, worauf es ankommt.

Wenn Sie dieser Klausel zustimmen, berechtigen Sie den Vertragspartner dazu, Ihre Daten für die Auskunft bei der SCHUFA zu nutzen.

Die SCHUFA prüft anhand von Eintragungen Ihre Kreditwürdigkeit. Grundsätzlich hat man eine positive SCHUFA, bis man durch nicht gezahlten Rechnungen negativ auffällt. In solch einem Fall kann Ihre Kreditwürdigkeit als schlecht eingestuft werden und Ihnen das geleaste Auto oder das auf Raten gekaufte Handy verwehrt werden.

Muss ich der SCHUFA-Klausel im Vertrag zustimmen?

Die einfache Antwort auf diese Frage lautet: nein, Sie müssen der SCHUFA-Klausel nicht zustimmen und Ihre Daten für eine Überprüfung nicht freigeben.

So simpel ist das Ganze dann jedoch nicht, denn Sie können zwar die Klausel aus einem Vertrag streichen, aber das birgt wiederum die Gefahr, dass Ihnen ein Kredit oder ein Ratenkauf verwehrt wird.

Auch wenn Sie ein Konto eröffnen wollen, prüft die Bank vorher Ihre SCHUFA. Wenn Sie dieser Überprüfung nicht zustimmen, kann es sein, dass Sie zwar ein Bankkonto eröffnen können, Ihnen Zusatzleistungen wie eine EC-Karte, ein Überziehungskredit, eine Kundenkarte oder eine Eurokarte allerdings nicht zustehen.

Mir wird ein Kredit ohne SCHUFA-Prüfung angeboten- was soll ich tun?

Manchmal spielt das Leben einem übel mit und man hat eine negative SCHUFA- bei den meisten Kreditunternehmen bekommen Sie damit kein Geld, auch wenn das vielleicht notwendig wäre, um offene Rechnungen zu begleichen.

An dieser Stelle treten meist sehr unseriös wirkende Online-Banken ins Licht und werben mit einem „Kredit ohne SCHUFA-Prüfung“. Vielleicht wirkt ein solches Angebot auf den ersten Blick für Sie sehr verlockend, aber allgemein kann gesagt werden, dass es sich meist um unseriöse Leistungen handelt.

Eine Bank schätzt anhand Ihrer SCHUFA-Einträge ab, ob sie ihre Kreditsumme von Ihnen zurückerhalten. Wenn ein Unternehmen auf diese Prüfung verzichtet, holt es sich das Geld meist auf einem anderen Weg wieder zurück. Die Kreditnebenkosten und die Bearbeitungsgebühren sind sehr hoch- lassen Sie sich von einem vermeintlich niedrigen Zins nicht in die Irre führen!

SCHUFA-Klausel und -Anfrage bei einer Baufinanzierung

Wenn Sie sich Angebote für eine Bau- oder Immobilienfinanzierung einholen möchten, müssen Sie eine Selbstauskunft ausfüllen. In der Regel findet sich in dieser Auskunft die oben beschriebene SCHUFA-Klausel wieder, die Ihre Zustimmung erfordert.

Das hat unterschiedliche Gründe.

Viele Banken berechnen ihre Konditionen mittlerweile bonitätsabhängig, anhand eines SCHUFA-Scorings wird also ermittelt, wie viel Sie für deine Finanzierung inklusive der Zinsen zahlen müssen, und ob Sie überhaupt für einen Baufinanzierungskredit in Frage kommen.

Das SCHUFA-Scoring erfolgt als Konditionsanfrage und ist im Nachhinein nicht für andere Banken einsehbar.

Wenn Sie sich für eine Bank entschieden haben, von der Sie sich bei der Baufinanzierung unterstützen lassen wollen und diese dazu auffordern, Ihnen ein schriftliches Angebot zukommen zu lassen, erfolgt eine reguläre SCHUFA-Anfrage. Diese kann auch von anderen Banken aufgerufen werden.

Wenn es zum Vertragsabschluss kommt, meldet die Bank der SCHUFA das Ganze als „grundpfandrechtlich besicherten Kredit“.

Mein Vermieter verlangt eine SCHUFA-Auskunft

Der Wohnungsmarkt ist momentan stark angespannt- besonders in Ballungszentren muss man stark darum kämpfen, die Traumwohnung auch zu bekommen. Viele Ratgeber empfehlen eine „Mieterselbstauskunft“, in der Sie Ihre Daten schon mal zusammenfassen können und diese direkt bei der Besichtigung an den Makler oder Vermieter übergeben können.

Zudem verlangen viele Vermieter auch eine SCHUFA-Auskunft- obwohl das rechtlich gesehen gar nicht erlaubt ist. Wenn Sie auf die Wohnung angewiesen sind oder Ihr Herz unglaublich an der großen Badewanne und dem Parkettfußboden hängt, führt daran leider kein Weg vorbei. Sie können allerdings alle für den Vermieter irrelevanten Daten, wie beispielsweise Ihre Kontonummer, schwärzen. Wird von Ihnen vom Vermieter Geld verlangt, damit dieser Ihre SCHUFA überprüfen kann, können Sie sich dagegen wehren, denn das ist ebenfalls verboten. 

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