Minijob kündigen

Juni 12, 2017 2:54 pm

So kündigen Sie eine geringfügige Beschäftigung mit der vbox

Vielleicht arbeiten Sie neben dem Studium oder einfach nur, um sich ein bisschen Geld dazu zu verdienen, als geringfügig beschäftigter Mitarbeiter in einem Betrieb oder Unternehmen. So ein Minijob kann hilfreich dabei sein, finanziell unabhängig zu bleiben auch wenn Dinge wie die Kindererziehung oder die Schule die Hauptrolle im Leben spielen.

Von einer geringfügigen Beschäftigung spricht man dann, wenn man im Monat ein Gehalt von bis zu 450€ ausgezahlt bekommt, das Entgelt eine jährliche Summe von 5.400€ nicht überschreitet und es eine regelmäßig ausgeübte Tätigkeit ist.

Es ist nicht wichtig wie viele Stunden Sie an der Arbeit verbringen, sondern vielmehr ob der Beruf für Sie von „wirtschaftlicher Bedeutung“ ist, das heißt dass der Verdienst zu Ihrem monatlichen Lebensunterhalt beiträgt.

Grundsätzlich gelten bei einem Minijob die gleichen Arbeitsrechte wie bei einem regulären Beschäftigungsverhältnis, einige Ausnahmen gibt es jedoch. Neben dem Recht auf Urlaub und Entgeltvorzahlung im Krankheitsfall haben geringfügig beschäftigte Arbeitnehmer auch ein Anrecht auf die Einhaltung des Kündigungsschutzes nach §622 BGB.

Einen geringfügigen Arbeitsvertrag ordentlich Kündigen- hier ist die Anleitung!

Normalerweise haben beide Vertragsparteien, also Sie als Arbeitnehmer genau wie Ihr Arbeitgeber, die Möglichkeit, den Vertrag durch eine ordentliche Kündigung zu beenden.

Diese Kündigungsfristen müssen Sie beachten

Für eine geringfügige Beschäftigung gelten die gleichen Kündigungsfristen wie für die Mitarbeiter mit einer Vollzeitbeschäftigung, die im gleichen Unternehmen tätig sind.

Wenn es keine festgelegten tariflichen Kündigungsfristen gibt, werden die gesetzlichen Fristen angewandt.

Die gesetzliche Kündigungsfrist von vier Wochen (28 Tage) muss eingehalten werden. Es muss entweder zum 15. oder zum Ende des Monats gekündigt werden. Weiter oben und im Titel dieses Artikels haben wir bereits von einer „ordentlichen“ Kündigung gesprochen. Das ist dann der Fall, wenn die Kündigung fristgerecht eingereicht wird. Ansonsten würde es sich um eine außerordentliche Kündigung handeln.

Wenn Sie Ihren Minijob schon länger als 2 Jahre ausüben, ist es möglich, dass es eine längere Kündigungsfrist gibt. Hier geben wir Ihnen ein paar Beispiele, im Zweifelsfall ist es aber immer besser im Arbeitsvertrag oder bei Ihrem Chef nachzuschauen, wie genau die Situation bei Ihnen aussieht.

  • Nach 2 Jahren: 1 Monat
  • Nach 5 Jahren: 2 Monate
  • Nach 8 Jahren: 3 Monate
  • Nach 10 Jahren: 4 Monate
  • Nach 12 Jahren: 5 Monate
  • Nach 15 Jahren: 6 Monate
  • Nach 20 Jahren: 7 Monate

Diese Fristen sind per Gesetz geregelt und gelten immer, sofern vertraglich nichts Anderes festgelegt wurde.

Befristetes geringfügiges Beschäftigungsverhältnis: so kündigen Sie Ihren befristeten Vertrag

Wenn es sich bei Ihrem Arbeitsvertrag um ein befristetes Beschäftigungsverhältnis handelt, gelten Ausnahmen für die oben aufgeführten Fristen. Mit einem befristeten Vertrag sind Sie eine „vorrübergehende Aushilfe“.

Es können kürzere Fristen für die ersten drei Monate im Job vereinbart werden. Abweichungen sind auch möglich, wenn es sich bei deinem Vertrag um einen Tarifvertrag handelt.

Da es in diesem Fall keine konkreten Regelungen gibt ist es am besten, wenn Sie Ihren Vertrag noch einmal zur Hand nehmen und nachlesen, wie die Situation sich bei Ihnen verhält.

Muss meine Kündigung einer bestimmten Form entsprechen?

Egal ob es sich um eine ordentliche oder eine außerordentliche Kündigung handelt, einen Arbeitsvertrag müssen Sie immer schriftlich kündigen. Das bedeutet, dass das Schreiben Ihre Unterschrift enthalten muss.

Des Weiteren empfiehlt es sich, die Kündigung als Einschreiben zu verschicken oder persönlich abzugeben. Somit ist sichergestellt, dass Ihr Arbeitgeber Ihr Schreiben auch wirklich fristgerecht erhält und es nicht auf Umwegen abhanden kommt.

Brauche ich einen Kündigungsgrund?

Wenn Sie Ihren Job als geringfügig Beschäftigter kündigen möchten, brauchen Sie Ihrem  Arbeitgeber keinen Grund für die Kündigung nennen.

Anders ist es jedoch, wenn Ihr Vertrag von Ihrem Arbeitgeber gekündigt wird. Dann muss dieser Ihnen durchaus verständlich machen, wieso Sie entlassen werden und welche Ihrer Handlungen oder Umstände dazu geführt haben.

Hoffentlich konnten wir Ihnen bei Ihren Fragen zum Thema Minijob kündigen behilflich sein! Ihre Kündigung können Sie zum Beispiel ganz einfach mit Hilfe der vbox aufsetzen.

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